Gartentipps

Blattläuse - was tun?

Alte Hausmittel zur Läusebekämpfung haben gewiss ihre Grenzen. Wer sie verwendet, kann nicht mit Maximalerträgen rechnen, doch der Ertrag aus dem heimischen Garten sollte ja auch nicht mit Giften belastet sein. In meinem Garten wird kein Gift versprüht. Hier ein paar Tipps.

Die gesundheitlich unbedenklichen Möglichkeiten sind:

  • Absammeln der Läuse, Abwischen oder Abpinseln der Blätter mit Wasser, Abspritzen mit einem harten Wasserstrahl
  • Ein Spritzere Geschirrspülmittel oder Schmierseife in eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche geben und damit die befallenen Pflanzen besprühen.
  • Brennnessel-Kaltwasserauszug: Kurz oder während der Blüte Brennnesseln an sonnigen Standorten ernten. 1 kg Frischmaterial in 10 Liter Wasser 12 bis 24 Stunden stehen lassen und dann unverdünnt spritzen.
  • 1 kg frische Blütter Wurmfarm in 5 Liter Wasser kochen und mit 5 Liter Wasser verdünnen, dann spritzen.
  • Zweiten Aufguss von Kaffee (abgekühlt) auf Läuse sprühen.

Ein Tipp von Frau Göwert, Ostbevern:

100 g Schachtelhalm oder 750 g frischen Schachtelhalm auf 5 Liter Wasser (kalt) 24 Stunden stehen lassen. 1 Stunde köcheln und verdünnt 1:5 - 1:10 spritzen. Anwendung: bei Rosenrost, Sternruss, Mehltau und zur allgemeinen Stärkung aller Pflanzien. Nur bei Mehltaubefall sollte das Mittel bei wenig Sonne gespritzen werden.

Ein homöopathisches Pflanzenstärkungsmittel: Biplantol rosen

Ein Tipp von Frau Laura Dingemans aus Heerle (Holland):

Vorbeugend sprüht die Rosenkennerin ab Ende April alle zwei Wochen ein Präparat mit Neembaumöl auf die Blätter und Zweige. Damit wird das Pflanzengewebe gestärkt, beißende und saugende Insekten haben keine Chance mehr, Pilzsporen auch nicht. Ihre Rosen bekommen sehr viel Pferdemist. Im Winter, im Frühjahr und im Herbst. Im Frühjahr gibt die Rosenkennerin zusätzlich zwei Wochen nach der Mistgabe einen organischen Volldünger und Kieserit. Letzteres enthält viel Magnesium und sorgt für saftiges Grün. - Seit 15 Jahren sammelt sie Rosen. Mittlerweile hat sie in ihrem 7.000 qm großen Garten mehr als 600 verschiedene Sorten. Geöffnet hat der Garten vom 15. April bis 15. Oktober donnerstags und samstags von 13 bis 17 Uhr. Telefon: 0031 165301426.

Ein Tipp von Frau Marianne Burmester-Müller:

Öfter blühende Strauchrosen schneidet sie wie Johannisbeeren nach der Blüte. Das heißt: Nicht im Frühjahr, sondern erst im August! Sie kappt mehrere Zweige unten an der Basis. Das erzeugt starke Austriebe mit vielen Knospen. Der Rückschnitt im März ist nach ihrer Erfahrung falsch: "Dann treiben sie nur durch, blühen aber nicht."

Brennnesseljauche selbst gemacht:

Brennesselblätter enthalten viel Stickstoff, Kalium und andere Spurenelemente. Lässt man die Blätter in kaltem Wasser gären, entwickelt sich daraus sehr nährstoffhaltige Jauche.

1 kg frische Brennessltriebe werden mit 10 Litern Wasser sowie einer Handvoll Steinmehl angesetzt. Zum Gären stellen Sie das Gefäß zugedeckt an einen sonnigen Platz im Garten. Wenn die Flüssigkeit eine braune Farbe angenommen hat und sich kein Schaum mehr bildet, ist die Jauche fertig. Je nach Witterung dauert das etwa ein bis drei Wochen. Gießen Sie die Jauche nie unverdünnt, das kann zu Verbrennungen führen. Verdünnen Sie sie mit Wasser im Verhältnis 1:10, für junge und empfindliche Pflanzen besser 1:20.

Brennnel-Kaltwasserauszug (gegen Blattläuse, Milben, Blattchlorose):

1 kg frisch Blätter und Stängel auf 10 l Wasser. 3-12 Stunden (im Sonnenschein geht's schnellere) stehen lassen. Zwischendurch mit einem Stab umrühren. Mit dem Finger prüfen: Wenn es "brennt", ist sie gut. Durch ein Sieb unverdünnt in eine Spritzflasche füllen. (NIcht lange haltbar)

 

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letzte Änderung: 26.05.2006